WhatsApp führt jetzt Usernames ein. Ernsthaft? LOL
Telegram hatte sie schon immer.
Na super. WhatsApp hat bzw. bekommt jetzt auch Usernames.
Man kann sich also endlich einen schönen Namen aussuchen, statt immer die Handynummer rauszuhauen. Toll. Wirklich eine bahnbrechende Innovation im Jahr 2026.
Nur: Telegram hatte das schon seit gefühlten zehn Jahren. Und dort funktioniert es richtig gut. Du kannst deinen Username frei wählen, er ist dauerhaft, du kannst ihn in Channels, Gruppen und Chats nutzen und bleibst dabei anonym, wenn du willst. Bei WhatsApp fühlt sich das Ganze jetzt an wie „Hey, schaut mal, wir haben das auch endlich!“ – während der Rest der App immer noch dasselbe alte Meta-Datenkraken-Gefühl hat.
Was mich daran stört
Ich war lange weg von WhatsApp. Habe es vor ein paar Tagen nochmal probehalber reaktiviert also mit allen Diensten wie Facebook, Insta, Threads, drei Tage reingeschaut und direkt wieder alles gelöscht. Warum? Weil es sich einfach nicht mehr richtig anfühlt. Selbe Mist wie schon allerweil.
Es ist nicht der Messenger an sich (der technisch ganz okay ist), sondern das ganze Drumherum: Meta. Die Werbeschleuder. Die permanente Datensammlung. Das Gefühl, dass du nicht der Kunde bist, sondern das Produkt. Und jetzt kommen sie mit Usernames um die Ecke, als wäre das die große Neuerung, die alles besser macht.
Spoiler: Macht es nicht.
Telegram ist da einfach ein paar Schritte voraus. Bessere Features, weniger Bevormundung, keine nervige Verknüpfung mit deinem echten Leben, wenn du nicht willst. Und vor allem: Es fühlt sich nicht an, als würde dich jemand gratis permanent beobachten und auswerten.
Warum ich trotzdem nicht zurückgehe
Ich hab mein eigenes Zeug. Da gehört mir der Content, da bestimme ich die Regeln, und da muss ich nicht bei jedem Schritt befürchten, dass meine Daten irgendwo in einem Meta-Rechenzentrum landen und für Werbung missbraucht werden. Geht um das Prinzip. Von Bevormundung und Zensur ganz zu schweigen. Wehe man sieht eine nackte Frau. Ganz was schlimmes für Facebook und Co.
WhatsApp ist der Messenger, den „jeder hat“. Deshalb bleibt er so groß. Nicht weil er besonders gut wäre, sondern weil die meisten einfach mitmachen und nicht weiter hinterfragen.
Was bin ich froh das ich das nicht nutze.
Falls du auch die Schnauze voll hast von Meta-Produkten: Telegram ist eine echte Alternative.
Einfach was. Ehrlich. Ungefiltert.
Und ohne Usernames von der Stange.


