Kriebelmücken – Die kleinen Biester, die nur tagsüber zuschlagen
und warum sie echte Arschlöcher sind
Servus zusammen,
Du kennst das: Du bist draußen, die Sonne scheint, ein schöner Tag in Bayern – und plötzlich dieser fiese Biss auf der Haut. Nicht irgendeine Mücke, nein: die Kriebelmücke. Die kleinen schwarzen Fliegen, die aus dem Nichts kommen, dich anknabbern und dir einen Schmerz und Juckreiz verpassen, der sich gewaschen hat.
Ich weiß, dass einige von euch bei euren Touren oder im Garten auch damit zu kämpfen haben. Aktuell ist Bergfest in Amberg und an den schattigen Hängen kommen die auch vor.
Ich war gestern auf dem Bergfest. Ja. War jedoch noch nicht, ich dachte das ist schon losgegangen haha alter und raufwärts hat mich eine Feldwespe in den Hals gestochen. Wunderbare Sache aktuell draussen, doch zurück zum Thema.
Wann sind Kriebelmücken aktiv?
Kurz und knackig: Tagsüber. Punkt.
Sie lieben helles, warmes, windstilles Wetter. Besonders aktiv sind sie vormittags und am späten Nachmittag bis zur Dämmerung.
Sobald es richtig dunkel wird? Feierabend. Kriebelmücken sind keine Nachtschwärmer. Im Gegensatz zu den klassischen Stechmücken, die dich nachts im Zelt oder auf der Terrasse nerven, ziehen die sich zurück, wenn die Sonne weg ist.
Nachts und in der tiefen Dunkelheit hast du also meist Ruhe vor ihnen. Das ist der eine Trost bei der ganzen Scheiße.
Die Hochsaison läuft aktuell voll durch – von Mai bis September, je nach Wetter auch früher oder länger. In heißen, feuchten Sommern wie diesem können sie richtig zur Plage werden, besonders in der Nähe von Flüssen, Bächen oder feuchten Wiesen (also genau da, wo es bei uns in der Oberpfalz und rund um Amberg/München schön ist).
Warum sind die Dinger solche Ficker?
Weil sie nicht einfach nur stechen – die beißen richtig. Mit ihren scharfen Mundwerkzeugen sägen sie ein kleines Loch in die Haut und saugen dann das Blut, das rausläuft. Deshalb brennt und juckt es danach oft höllisch und die Stelle schwillt richtig an.
Nur die Weibchen machen das (die brauchen das Blut für ihre Eier – typisch). Die Männchen sind harmlos und saugen nur Pflanzensaft. Aber die Weibchen? Die sind aggressiv, kommen in Schwärmen und krabbeln gern unter die Kleidung, bevor sie zuschlagen. Du merkst es oft erst, wenn es schon zu spät ist – daher auch der Name „Kriebelmücke“.
Und das Allerärgste: Sie sind schwer zu erwischen. Klein (2–6 mm), flink und sie nutzen den Wind, um kilometerweit zu fliegen. Brutplätze sind fließende Gewässer mit guter Wasserqualität – genau die Orte, wo wir gerne unterwegs sind.
Praktische Tipps von mir
Lange, helle Kleidung hilft am besten. Die beißen nicht so leicht durch. Helle Kleidung soll auch bei Hirschlausfliegen helfen. Das sind dann die anderen Wixer aus dem Unterholz.
Insektenspray mit DEET (beste ever, für mich) oder starken natürlichen Alternativen – vor allem an Armen, Beinen und im Nacken.
Vermeide in der Dämmerung und bei Windstille die direkte Nähe zu Flüssen und Wiesen.
Nachts und abends kannst du meist entspannt draußen sitzen
Kriebelmücken sind nervige kleine Arschgeigen, aber wenigstens keine 24-Stunden-Plage. Tagsüber aufpassen, ab der Dunkelheit durchatmen.
Hast Du auch schon fiese Bisse abgekriegt diesen Sommer? Schreib mir in die Kommentare – welche Tricks helfen Dir am besten? Flammenwerfer?
Bleib draußen, bleib echt und pass auf Dich auf.
Markus


