Es geht nicht um die 10 Euro
und indirekt ums Prinzip
Du kennst das sicher: Ein einzelnes Abo für 9,99 € im Monat wirkt total harmlos. „Das ist doch nur ein Kaffee weniger.“ Netflix, Spotify, Apple Music, Lightroom – was soll’s schon.
Aber genau das ist der Trick. Es ist nie nur ein Abo.
Plötzlich hast du fünf, acht oder sogar zwölf verschiedene Dienste laufen. Und auf einmal sind 100 bis 200 Euro im Monat weg – einfach so, ohne dass du es richtig merkst.
Die stille Abo-Falle
Viele Menschen in Deutschland haben im Schnitt mehr als drei laufende Abos. Allein für Streaming-Dienste geben wir oft über 50 Euro monatlich aus – das sind über 600 Euro im Jahr. Und das ist nur ein Teilbereich. Dazu kommen noch Musik, Cloud-Speicher, Kreativ-Programme, Fitness-Apps und vieles mehr.
Früher hast du einmalig 500 oder 1000 Euro für ein gutes Programm ausgegeben und hast es jahrelang genutzt. Heute zahlst du Monat für Monat – und hörst nie auf.
Beispiele, die fast jeder kennt:
Adobe Creative Cloud: Früher Photoshop kaufen, heute monatlich zahlen.
Microsoft 365: Statt einmal Office zu kaufen, zahlst du jedes Jahr weiter.
Apple-Dienste, Amazon und viele andere: Alles wird zum Abo-Modell.
Jedes einzelne fühlt sich günstig an. Zusammen wird es richtig teuer.
Meine radikale Entscheidung
Vor einiger Zeit habe ich fast alles gekündigt.
Disney+, Adobe Creative Cloud, Microsoft 365 und die meisten Apple-Dienste – alles weg.
Das Einzige, was ich behalten habe, ist Pornhub Premium (Witz! - ich schau mehr xHamster)
Seitdem nutze ich fast nur noch Software, die ich einmal kaufe oder sehr günstig im Jahr bezahle:
Photomator statt Lightroom/Adobe (kostet mich ca. um die 30 Euro im Jahr)
Apple Pages (und die anderen iWork-Apps) statt Microsoft 365
Spotify behalte ich für Musik (das ist eines der wenigen Abos, die ich noch habe)
Manchmal fehlt ein Feature, klar. Aber ich habe keine ständige monatliche Blutung mehr auf dem Konto und fühle mich nicht mehr wie ein Dauermieter bei den großen Konzernen.
Das große Ganze
Es geht nicht um Geiz. Es geht um Kontrolle.
Beim Kauf oder günstigen Einmal-/Jahreszahlung bist du Eigentümer.
Beim klassischen Monats-Abo bist du nur Mieter – und der Vermieter kann die Preise jederzeit erhöhen.
Die Subscription-Economy ist super für die Unternehmen. Für uns normale Nutzer wird sie oft zum teuren Gewohnheitstrott.
Du musst nicht alles kündigen wie ich. Aber tu dir einen Gefallen: Setz dich mal hin und liste alle deine Abos auf. Die meisten sind überrascht, wie viel da wirklich zusammenkommt.
Dann frag dich ehrlich: Welche drei Dienste sind mir jeden Monat wirklich etwas wert? Und welche laufen nur noch aus Bequemlichkeit?
Viele könnten problemlos 40, 60 oder sogar mehr Euro im Monat sparen – ohne dass ihr Leben schlechter wird. Oft wird es sogar besser.
Du hast die Wahl: Weiter monatlich Miete an große Konzerne zahlen – oder wieder mehr Herr über deine Programme und Inhalte sein.
Ich habe mich entschieden. Und ich würde es jederzeit wieder tun.
Wie sieht’s bei dir aus? Welches Abo wäre bei dir das erste, das du kündigen würdest?
Schreib’s gerne in die Kommentare – ich bin gespannt.


